Besitzer nicht unbedingt der bevorzugte Partner

In einer Studie der Linköping University wurden 30 Pferde aus privater Haltung zwei Testszenarien unterworfen. Im ersten wurden die Pferde für eine Minute isoliert und dann mit ihrem Besitzer sowie einem danebenstehenden Unbekannten wiedervereint. Das Ergebnis: Alle Pferde zeigten gegenüber ihrem Besitzer wie auch dem Fremden das gleiche Interesse – keine Bevorzugung des Besitzers. Lediglich bei langjährigen Beziehungen zwischen Pferd und Besitzer schien das betreffende Pferd eher Kontakt zum Besitzer aufnehmen zu wollen. Ähnliches ergab sich aus dem zweiten Versuchsszenario, bei dem man die Pferde an getragenen T-Shirts ihrer Besitzer und denen von Fremden schnuppern ließ. Allenfalls tendierten ältere Pferde eher zum Geruch ihres Besitzers. Pferde, die grundsätzlich positive Erfahrung mit dem Menschen gemacht haben, bevorzugen also nicht unbedingt „ihren“ Menschen, wie wir dies gerne sähen. 

Studie:

Horses show limited owner bias in reunion and odor tests: a pilot study, Journal of Equine Veterinary Science, Volume 156, 2026, Ellinor Rönnow, Lina S.V. Roth.