Tablettenform als Alternative

Orales Cabergolin bei schwer behandelbarem Cushing?

Pergolid hat sich als Standardtherapie beim Equinen Cushing Syndrom (PPID) etabliert. Es wird in Tablettenform verabreicht und führt in aller Regel zu einer guten Kontrolle der Symptomatik. Allerdings gibt es auch Pferde, die nicht darauf ansprechen oder Nebenwirkungen entwickeln. In diesen Fällen wird seit einiger Zeit Cabergolin als Behandlungsalternative diskutiert, ein dopaminerger Agonist, der ähnlich wirkt wie Pergolid.
Der Wirkstoff wird intramuskulär injiziert mit verlängerter Freisetzung. Eine im Open Veterinary Journal veröffentlichte Fallstudie aus den USA macht nun Hoffnung: Hier wurden fünf Pferde, die nicht auf Pergolid ansprachen und von denen vier Pferde auf die Injektion mit Cabergolin mit schweren Nebenwirkungen reagierten, unter tierärztlicher Aufsicht mit Cabergolin in Tablettenform behandelt. Diese Verabreichungsform erwies sich als wirksam und wurde von allen fünf Pferden gut toleriert. Die Ergebnisse legen nahe, dass die tägliche orale Verabreichung von Cabergolin bei schwer kontrollierbarem Cushing eine gute Alternative sein kann. Die Autorin der Fallstudie, Dr. Eleanor M. Kellon, betonte abschließend, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien.
Studie: Eleanor M. Kellon. Oral cabergoline for the management of equine pituitary pars intermedia dysfunction:
Five cases. Open Vet. J.. 2026; 16(6): 3818-3825. doi:10.5455/OVJ.2026.v16.i6.52