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Alarmierend: Antibiotika-Resistenzen bei Pferden

Eine alarmierende Nachricht hat Cajsa Isgren, Tierärztin und Doktorandin am Institut für Infektionen und globale Gesundheit der Universität London, bei der diesjährigen Konferenz der British Equine Veterinary Association (BEVA) vorgetragen. Einer aktuellen Studie zufolge werden Antibiotika-Resistenzen in der Pferdemedizin zu einem wachsenden Problem: Bis zu 89 % der analysierten Bakterienkulturen waren gegen mindestens eine Klasse von antimikrobiellen Wirkstoffen resistent – mehr als ein Drittel zeigte sogar Multi-Resistenzen. Selbst neue Antibiotika-Klassen waren davon nicht ausgenommen.
Gemeinsam mit weiteren Kollegen hatte Isgren die Ergebnisse von Antibiotika-Empfindlichkeitstests untersucht, die bei mehr als 3.000 isolierten Bakterienkulturen durchgeführt worden waren, die aus den Abstrichen von klinischen behandelten Pferden stammten. Die Tests wurden in insgesamt sechs großen Labors für Pferdediagnostik durchgeführt.
Das Fazit der Wissenschaftler ist alarmierend: „Multi-Resistenzen bei Bakterien, die aus klinischen Proben von Pferden isoliert wurden, haben ein besorgniserregendes Niveau erreicht, insbesondere bei Infektionen in Verbindung mit Kathetern und solchen direkt an der Operationsstelle. Die fortlaufende Beobachtung dieses Phänomens ist von entscheidender Bedeutung, um die sich ändernden Resistenzmuster zu überwachen und die antimikrobielle Kontrolle in der pferdemedizinischen Praxis auch weiterhin zu gewährleisten“, so die Forscher in ihrer Zusammenfassung.
Die Studie „Antimicrobial resistance surveillance from clinical submissions in UK horses” von C. M. Isgren, N. J. Williams, O. D. Fletcher, D. Timofte, T. W. Maddox, P. D. Clegg and G. L. Pinchbeck ist am 2. September 2019 im „Equine Veterinary Journal“ erschienen.

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