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Den Tierarzt anrufen oder selbst behandeln? Manchmal ist es schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Fünf einfache Fragen helfen Ihnen bei der Einschätzung, ob die Wunde Ihres Pferdes von einem Tierarzt versorgt werden muss:

 

1. Wo ist die Verletzung?

Kleine Verletzungen an gut bemuskelten Körperstellen wie Hals, Rücken oder Kruppe lassen sich meist gut selbst behandeln. Verletzungen in der Nähe des Auges oder in Nähe von Gliedmaßengelenken können ernster sein als sie aussehen und sollten daher von einem Tierarzt abgeklärt werden. Selbst tiefe Stichverletzungen sehen manchmal unspektakulär aus. Ist jedoch das Gelenk betroffen, können sich ernste Komplikationen wie zum Beispiel Infektionen entwickeln. Daher ist die Versorgung durch den Tierarzt ratsam.

 

2. Wie groß ist die Wunde?

Großflächige Wunden, Risse und Schnitte müssen oft genäht oder getackert werden. Das ist nur in den ersten sechs bis acht Stunden möglich. Meist wird auch eine prophylaktische Antibiose angeraten. Gleiches gilt für ausgerissene Wunden, bei denen noch Hautpartien mit der restlichen Haut verbunden sind. In solchen Fällen sollte ein Tierarzt die Behandlung übernehmen. Einen absoluten Notfall stellen stark blutende Wunden dar. Im schlimmsten Fall ist eine Arterie betroffen. Das erkennen Sie daran, dass das Blut pulsierend aus der Wunde schießt. Hier kann der Pferdehalter bis zum Eintreffen des Tierarztes Erste Hilfe leisten, indem er mit sauberen Tüchern und Druck versucht, die Blutung zu hemmen.

 

3. Wie tief ist die Wunde?

Können Sie erkennen, dass die Wunde oberflächlich ist und glatte Wundränder hat, ist die Selbstbehandlung meist unkompliziert. Ein Fall für den Tierarzt sind Wunden, bei denen tiefere Gewebeschichten betroffen sind, lose Hautlappen oder Taschen bestehen oder bei ausgerissenen Wundrändern.

 

4. Wie ist der Allgemeinzustand des Pferdes?

Generell gilt, eine Verletzung, die mit Lahmheit des Pferdes verbunden ist, muss von einem Tierarzt abgeklärt werden. Denn Lahmheit bedeutet Schmerzen. Außerdem kann die Körperinnentemperatur des Pferdes bei der Einschätzung einer Verletzung helfen. Infizierte Wunden und hochgradige Schmerzen führen zu Fieber (normal: 37,5 bis 38,2°C). Beides sind Indizien dafür, dass der Tierarzt die Behandlung des Pferdes übernehmen muss.

Lesen Sie den gesamten Artikel in der PFERDE fit & vital 1-2018. Verletzungen und Erkrankungen können im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen. Oft sind sie mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden, die nicht nur den optischen Eindruck der Pferde beeinträchtigen. Umso wichtiger ist gutes Wundmanagement. PFERDE fit & vital 1-2018 widmet sich ausgiebig dem Thema.

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